Zeitbank Telfs

Statuten des Vereins


§1 Name, Sitz und Tätigkeitsbereich

  • Der Verein führt den Namen „Zeitbank Telfs und Umgebung“, eine neue Form der Nächstenhilfe, beschlossen auf der Generalversammlung
  • Er hat seinen Sitz in Telfs und erstreckt seine Tätigkeit auf Menschen jeden Alters, Geschlechts, Nationalität und Religion.
  • Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr

§ 2 Zweck des Vereins ist

Der Verein, dessen Tätigkeit nicht auf Gewinn gerichtet ist, bezweckt die Förderung des zivilbürgerlichen Engagements nach demokratischen Prinzipien. Zur Verbesserung des sozialen Klimas soll er dazu beitragen, die Kluft zwischen Arm und Reich, zwischen Alt und Jung durch Strukturen zu überbrücken und Kooperationen an Stelle von Isolation und Gemeinwohl an Stelle von Eigennutz zu setzen. Das Wohl und die Würde des Menschen, unabhängig von seinem sozialen Status, sollen dabei im Mittelpunkt stehen. Der Verein ist parteipolitisch und konfessionell unabhängig. Er dient der Förderung gemeinnütziger Zwecke (die Förderung der Jugend- und Altenhilfe, die Förderung der Bildung und Erziehung, das Gemeinwohl zu stärken und die Förderung generationsübergreifenden Arbeitens) sowie die Förderung mildtätiger Zwecke (die Unterstützung von Personen in Verrichtungen des täglichen Lebens, die zu dem Personenkreis Bedürftige gehören).
Er wird verwirklicht durch nicht kommerzielle Angebote wie:

  • sozial integrierte Persönlichkeiten zu stärken und zu entwickeln
  • Hilfe im Haushalt, Besuchsdienste, Entlastung pflegender Familienangehöriger, Begleitung von alten und hilfsbedürftigen Personen, Betreuung und Unterstützung von Kindern und Jugendlichen
  • Durchführung von Vortragsveranstaltungen und Seminare
  • Fortbildung der aktiven Mitglieder durch Vorträge und Seminare mit dem Ziel, die Qualität der angebotenen Hilfeleistungen sicher zu stellen. Zusätzlich unterstützt der Verein den Aufbau und Betrieb einer Zeitbank für die Region Telfs.

§ 3 Mittel zur Erreichung des Vereinszwecks

  • Der Vereinszweck soll durch die in den Abs. 2 und 3 angeführten ideellen und materiellen Mittel erreicht werden
  • Als ideelle Mittel dienen:
    • Ehrenamtliche Verwaltungstätigkeit der Vorstandsmitglieder
    • Bekanntmachung der Möglichkeiten der Dienstleistungen
    • Angebote und Durchführung derer zum Zweck der Weiterbildung
  • Die erforderlichen materiellen Mittel sollen aufgebracht werden durch
    • Beitrittsgebühren und Mitgliedsbeiträge
    • Erträgnisse aus Veranstaltungen
    • Sponsoren
    • Spenden

§ 4 Gemeinnützigkeit

  • Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und mildtätige Zwecke durch Dienstleistungen wie zum Beispiel Hilfe im Haushalt, Unterstützung der Mobilität Alter und Kranker, Lernangebote und solche zur Steigerung der körperlichen und geistigen Fitness, Kommunikationsangebote und –möglichkeiten.
  • Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke
  • Mittel des Vereins dürfen nur für dessen Aufrechterhaltung und Organisation verwendet werden.
  • Die Mitglieder des Vereins erhalten in ihrer Eigenschaft als Mitglieder keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins (ausgenommen sind hiervon Aufwandsentschädigungen).
  • Die Mitglieder erhalten bei ihrem Ausscheiden oder bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins keine Anteile des Vereinsvermögens. Der Verein darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütung, begünstigen.

§ 5 Arten der Mitgliedschaft

  • Die Mitglieder des Vereins gliedern sich in ordentliche und außerordentliche Mitglieder.
  • Ordentliche Mitglieder sind jene, die sich voll an der Vereinsarbeit beteiligen. Außerordentliche Mitglieder sind solche, die die Vereinstätigkeit vor allem durch Zahlung eines erhöhten Mitgliedsbeitrags fördern.

§ 6 Erwerb der Mitgliedschaft

  • Mitglieder des Vereins können alle physischen Personen werden, die die Grundsätze und Ziele des Vereins anerkennen sowie juristische Personen und rechtsfähige Personengesellschaften.
  • Der Aufnahmeantrag ist schriftlich zu stellen; über die Aufnahme von ordentlichen und außerordentlichen Mitgliedern entscheidet der Vorstand. Die Aufnahme kann ohne Angabe von Gründen verweigert werden.

§ 7 Beendigung der Mitgliedschaft

Die Mitgliedschaft endet durch Austritt, Ausschluss oder Tod.

  • Der Austritt erfolgt durch schriftliche Erklärung gegenüber einem vertretungsberechtigten Vorstandsmitglied. Der Austritt muss mit einer Frist von drei Monaten jeweils zum Ende des Geschäftsjahres gegenüber dem Vorstand schriftlich erklärt werden.
  • Ein Ausschluss kann nur aus wichtigem Grund erfolgen. Wichtige Gründe sind insbesondere ein die Vereinsziele schädigendes Verhalten, die Verletzung satzungsmäßiger Pflichten oder Beitragsrückstände von mindestens zwei Jahren.

Über den Ausschluss entscheidet der Vorstand. Gegen den Ausschluss steht dem Mitglied die Berufung an die Generalversammlung zu, die schriftlich binnen eines Monats an den Vorstand zu richten ist. Die Generalversammlung entscheidet endgültig.


§ 8 Mitgliedsbeiträge

Von den Mitgliedern werden jährlich Beiträge erhoben.


§ 9 Organe des Vereins

Organe des Vereins sind
- Generalversammlung und
- der Vorstand
- der Beirat.


§ 10 Generalversammlung

  • Die Generalversammlung ist das oberste Vereinsorgan. Zu ihren Aufgaben gehören die Wahl des Vorstandes, Entgegennahme des Berichts des Vorstandes, Entlastung des Vorstandes, Wahl von mindestens zwei Kassenprüfenden und Entgegennahme ihres Berichtes, Festsetzung von Mitgliedsbeiträgen und deren Fälligkeit, Beschlussfassung über die Änderung der Satzung und Auflösung des Vereins, Entscheidung über den Ausschluss von Mitgliedern in Berufungsfällen und die Genehmigung von Arbeitskreisen.
  • Im ersten Halbjahr eines jeden Geschäftsjahres findet eine ordentliche Generalversammlung statt.
  • Der Vorstand ist zur Einberufung einer außerordentlichen Generalversammlung verpflichtet, wenn mindestens ein Zehntel der ordentlichen Mitglieder dies schriftlich unter Angabe von Gründen verlangt.
  • Die Generalversammlung wird vom Vorstand unter Einhaltung einer Frist von zwei Wochen schriftlich unter Angabe der Tagesordnung einberufen.
  • Die Tagesordnung ist zu ergänzen, wenn dies ein Mitglied bis spätestens eine Woche vor dem angesetzten Termin schriftlich beantragt. Die Ergänzung ist zu Beginn der Versammlung bekannt zu machen.
  • Anträge über die Abwahl des Vorstands, über die Änderung der Satzung und über die Auflösung des Vereins, die den Mitgliedern nicht bereits mit der Einladung zur Generalversammlung zugegangen sind, können erst auf der nächsten Generalversammlung beschlossen werden.
  • Die Generalversammlung ist beschlussfähig, wenn mindestens ein Drittel der ordentlichen Mitglieder anwesend ist aber auf jeden Fall ½ Stunde nach Beginn der Generalversammlung.
  • Die Generalversammlung wird von einem Vorstandsmitglied geleitet.
  • Jedes ordentliche Mitglied hat eine Stimme.
  • Satzungsänderungen können nur mit einer Mehrheit von 2/3 der anwesenden ordentlichen Mitglieder beschlossen werden. Die Auflösung des Vereins bedarf der Zustimmung mindestens von 2/3 aller ordentlichen Mitglieder.
  • Über die Beschlüsse der Generalversammlung ist ein Protokoll anzufertigen, das vom Versammlungsleiter und dem Protokollführer zu unterzeichnen ist und den Mitgliedern zur Einsicht zur Verfügung steht.

§ 11 Vorstand

  • Der Vorstand besteht aus mindestens fünf Mitgliedern. Sie vertreten den Verein gerichtlich und außergerichtlich. Der Vorstand trifft seine Entscheidungen mit einfacher Mehrheit.
  • Obmann/Obfrau und dessen/deren Stellvertren/Stellvertrterin vertreten den Verein gemeinsam nach außen. Schriftliche Ausfertigungen des Vereins bedürfen zu ihrer Gültigkeit der Unterschriften des/der Obmanns/Obfraus und des Schriftführers/der Schriftführerin, in Geldangelegenheiten (vermögenswerte Dispositionen) des/der Obmanns/Obfraus und des Kassiers/der Kassierin. Rechtsgeschäfte zwischen Vorstandsmitgliedern und Verein bedürfen der Zustimmung eines anderen Vorstandsmitglieds.
    • Der Vorstand kann zur Geschäftsführung eine ihn unterstützende Verwaltung einrichten. Eine Geschäftsordnung ist von der Generalversammlung zu genehmigen. Er kann Arbeitskreise einrichten und Arbeitsverträge abschließen.
    • Der Vorstand betreibt ein Koordinationsbüro, das junge und alte Menschen, Behinderte und nicht Behinderte, Migranten und Inländer zusammenführt.
        • Der Vorstand wird von der Generalversammlung auf die Dauer von zwei Jahren gewählt.
        • Vorstandsmitglieder können nur Mitglieder des Vereins werden.
        • Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn alle seine Mitglieder eingeladen wurden und mindestens die Hälfte von ihnen anwesend ist.
        • Wiederwahl ist zulässig
        • Scheidet ein Vorstandsmitglied vor Beendigung einer Amtsperiode aus, so bestimmen die verbleibenden Vorstände ein Ersatzmitglied für den Rest der Amtsdauer des ausgeschiedenen Vorstandsmitglieds.
        • Bei Beendigung der Mitgliedschaft im Verein endet auch das Amt als Vorstand.
        • Die Beschlüsse des Vorstandes werden schriftlich protokolliert und stehen den Mitgliedern zur Verfügung.
    • Zeichnungsberechtigt ist der Obmann/die Obfrau und der Kassier/die Kassierin

§ 12 Beirat

Der Vorstand kann einen Beirat berufen.


§ 13 Rechnungsprüfer

  • Die Generalversammlung wählt für die Dauer von zwei Jahren zwei Rechnungsprüfer. Wiederwahl ist zulässig.
  • Diese dürfen keinem Organ – mit Ausnahme der Generalversammlung –angehören, dessen Tätigkeit Gegenstand der Prüfung ist.
  • Den Rechnungsprüfern obliegt die laufende Geschäftskontrolle sowie die Prüfung der Finanzgebaren des Vereins im Hinblick auf die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung und die statutengemäße Verwendung der Mittel. Der Vorstand hat den Rechnungsprüfern die erforderlichen Unterlagen vorzulegen und die erforderlichen Auskünfte zu erteilen. Die Rechnungsprüfer haben dem Vorstand über das Ergebnis der Prüfung zu berichten.

§ 14 Schiedsgericht

  • Zur Schlichtung von allen aus dem Vereinsverhältnis entstandenen Streitigkeiten ist das vereinsinterne Schiedsgericht berufen. Es ist eine „Schlichtungseinrichtung“ im Sinne des Vereinsgesetzes 2002 und kein Schiedsgericht nach den §§ 577 ff ZPO.
  • Das Schiedsgericht setzt sich aus drei ordentlichen Vereinsmitgliedern zusammen. Es wird derart gebildet, dass ein Streitteil dem Vorstand ein Mitglied als Schiedsrichter schriftlich namhaft macht. Über Aufforderung durch den Vorstand binnen sieben Tagen macht der andere Streitteil innerhalb von 14 Tagen seinerseits ein Mitglied des Schiedsgerichts namhaft. Nach Verständigung durch den Vorstand innerhalb von sieben Tagen wählen die namhaft gemachten Schiedsrichter binnen weiterer 14 Tage ein drittes ordentliches Mitglied zum/zur Vorsitzenden des Schiedsgerichts. Die Mitglieder des Schiedsgerichts dürfen keinem Organ – mit Ausnahme der Generalversammlung – angehören, dessen Tätigkeit Gegenstand der Streitigkeit ist.
  • Das Schiedsgericht fällt seine Entscheidung nach Gewährung beiderseitigen Gehörs bei Anwesenheit aller seiner Mitglieder mit einfacher Stimmenmehrheit. Es entscheidet nach bestem Wissen und Gewissen. Seine Entscheidungen sind vereinsintern endgültig.

§ 15 Auflösung des Vereins

  • Die freiwillige Auflösung des Vereins kann nur in einer Generalversammlung und nur mit Zweidrittelmehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen beschlossen werden.
  • Diese Generalversammlung hat auch – sofern Vereinsvermögen vorhanden ist – über die Abwicklung zu beschließen. Insbesondere hat sie einen Abwickler zu berufen und Beschluss darüber zu verfassen, wem dieser nach Abdeckung der Passiven verbleibende Rest zu übertragen hat. Dieses Vermögen soll ausschließlich für gemeinnützige Zwecke verwendet werden.
  • Der letzte Vereinsvorstand hat die freiwillige Auflösung binnen vier Wochen nach Beschlussfassung der zuständigen Sicherheitsdirektion schriftlich anzuzeigen.

§ 16 Verwendung des Vereinsvermögens bei Ausscheiden von Mitgliedern, bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall des begünstigten Zwecks

  • Die Mitglieder erhalten bei ihrem Ausscheiden oder im Falle der Auflösung des Vereins nicht mehr zurück als ihre eingezahlten Kapitalanteile und den gemeinen Wert Ihrer Sacheinlagen, der nach dem Zeitpunkt der Einlage zu berechnen ist.
  • Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall des bisherigen begünstigten Vereinszwecks ist das Vereinsvermögen, soweit es nach Abdeckung der Passiva die eingezahlten Kapitalanteile der Mitglieder und den gemeinen Wert der von den Mitgliedern geleisteten Sacheinlagen übersteigt, für gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke im Sinne der §§ 34 ff Bundesabgabenordnung (BAO) zu verwenden. Soweit möglich und erlaubt, soll es dabei Institutionen zufallen, die gleiche oder ähnliche Zwecke wie dieser Verein verfolgen.